Hunde sind Rudeltiere und am liebsten mit ihrer Familie zusammen. Die Beschäftigung mit dem Hund ist eine Bereicherung, keine Verpflichtung.
Spiele für drinnen
Wir verstecken (je nach Veranlagung des Hundes zunächst vor seinen Augen) einige Leckerli im Raum (z.B. hinter Blumentöpfen, hinter Regalseiten, unter dem Stuhl, hinter dem Vorhang) und schicken den Hund dann, sie zu suchen. Wenn der Hund das Spiel begriffen hat, muss er natürlich draußen warten. Klar, dass die Verstecke immer mal wechseln sollten. Kinder haben auch Spaß daran, mehrere Hunde nacheinander die an gleichen Stellen versteckten Leckerli suchen zu lassen und zu gucken, welcher Hund die guten Sachen am schnellsten findet.
Die Einkaufstüte oder Brötchentüte
Genauso funktioniert für dieses Spiel ein Karton. Dem Hund wird zunächst gezeigt, dass Leckerli in die Tüte gelegt werden. Anschließend kommen viele zerknüllte Papierstücke in die Tüte. Je stärker die Leckerli riechen, desto größer wird natürlich das Engagement des Hundes sein, die Tüte "auszupacken", um an die Leckerli zu kommen.
Das Hütchenspiel
Diese Spiel geht wie auf dem Basar: zunächst lernt der Hund, ein Spielzeug oder Leckerli unter einem übergestülpten Gegenstand hervor zu holen. Hierfür zeigt man dem Hund, dass man etwas unter die Hütchen (oder die Rührschüssel, oder eine durchsichtige Dose oder ...) legt und animiert ihn, es sich zu holen. Bei sehr zögerlichen Hunden hilft Clickertraining, mit dem man zunächst die Annäherung, dann das Anstupsen und letztlich der Umkippen bestätigen kann. Mein Cocker Luke schaute interessiert zu, wie ich die Wurst unter die Hüte legte, schnupperte dann einige Zeit die Hütchen (wir haben das Hütchenspiel aus Holz) von allen Seiten ab und hatte nach zwei Anläufen verstanden, dass er die Hütchen mit der Schnauze hochheben muß, um an die Wurst zu kommen. Wenn der Hund das kann, kommen weitere Hütchen ins Spiel - nur unter einem liegt etwas! Der Hund soll möglichst schnell erkennen, welches das "richtige" Hütchen ist und nur dieses umkippen oder herausnehmen. Verzwickte Orte
Auch dies ein Versteckspiel - es geht jedoch weniger darum, dass der Hund entdeckt, wo etwas versteckt ist, sondern vielmehr, wie er es bekommen kann. Hierfür verstecken wir ein Leckerli beispielsweise in einem Eierkarton, der verschlossen wird, oder unter einem Sofa oder Tisch, unter das der Kopf des Hundes nicht passt. Er muss also zum Erlangen des Leckerlis seine Pfoten einsetzten, um es "hervor zu fischen". Hört sich einfach an, ist aber für viele Hunde eine recht schwierige Aufgabe! Wer ein solches Möbelstück nicht hat, kann auch aus einem Karton einen entsprechenden Schlitz herausschneiden. Eine weitere Möglichkeit wäre, in ein größeres Kartonstück einen kleinen Bogen zu schneiden, den Karton senkrecht zu halten und dem Hund zu zeigen, dass man ein Leckerli durch den Bogen kullert, er aber weder mit dem Kopf noch mit den Pfoten herankommt. Wie lange braucht der Hund, um zu erkennen, dass er nur um die Pappe herum laufen muss, um an das Leckerli zu kommen?
Autor: Sandra

Kommentare
Hallo Sandra!
Dein Beitrag war echt interesant zu lesen,und hat mir anreize gegeben wie ich meine Hündin sinnvoll beschäftigen und fordern kann.
Ich werd es gleich mal ausprobieren.Bin ja mal gespannt wie sie darauf reagiert!!!