Hundeverordnungen
Schließt ihr euch der Meinung des zuständigen Ministeriums in NRW an und sagt, dass sich die Sicherheit nach Einführung einiger Gesetze und Verordnungen erheblich verbessert hat?
Also ich nicht. Im Gegenteil: Den Hundehaltern, die sich um ihre Tiere kümmern, sie artgerecht halten und beschäftigen, wird das Leben schwer gemacht.
Andere wiederum können ihre Tiere quälen, und sonst irgendwie missbrauchen, diese haben nichts zu befürchten, da die zuständigen Behörden einfach wegsehen.
Und Hundehassern wurde Tür und Tor geöffnet. Die meinen nun, sie hätten jedes Recht sich dieser „Objekte“ zu entledigen und streuen Giftköder wie es ihnen beliebt. Manch fressgierigem Tier wird das dann zum Verhängnis.
Natürlich gibt es unterschiedliche Hunde mit unterschiedlichen Charakteren. Es gibt aber keinen, der von sich aus und immer gefährlich ist. So wird ein Hund nicht geboren, sondern vom Menschen gemacht. Das Problem liegt also immer am anderen Ende der Leine.
Vielleicht wäre ein Wesenstest für Hundehalter, ein Hundeführerschein, eine Lösung. Aber dann für alle, nicht nur für Halter sogenannter gefährlicher Hunde.
Noch eine Idee wäre, jeder Hundeinteressent müsste sich erst einmal theoretisch mit Hunden befassen, eine Prüfung ablegen in der er beweisen muss, dass er mit Hunden verantwortungsvoll umgehen kann. Nach erfolgreich bestandener theoretischer Prüfung und Kauf eines Hundes, müsste der `neue Halter` nach geraumer Zeit eine praktische Prüfung ablegen um zu zeigen, dass der Hund artgerecht gehalten und beschäftigt wird.
Eine frühe Aufklärung für Kinder im Kindergarten und in der Schule könnte ebenfalls ein guter Ansatz sein, um ihnen den richtigen Umgang mit Hunden nahezubringen.
Ebenfalls müssten Züchter und Hundeplätze mehr kontrolliert werden. Züchter sind nicht immer `gute` Züchter. Sie produzieren und produzieren Welpen nur des Geldes wegen. Da ist es piep egal wer einen Hund kauft und ob dieser Jemand sich überhaupt für diese Rasse eignet.
Auf Hundeplätzen sollte ein Umdenken stattfinden. Nicht jeder Hund hat Spaß an allen Angeboten, ist schnell in einer Stresssituation und somit überfordert.
Ich wünsche mir mehr Respekt vor den Bedürfnissen des Hundes.
Und nicht, dass ein Hund nur nach der Äußerlichkeit angeschafft und dann in eine kleine Wohnung gesperrt wird und täglich vielleicht dreimal eine Runde laufen darf.
Das ist kein Respekt, das ist Misshandlung.

Kommentare
Hallo Sandra,
dem kann ich mich nur anschließen - ich habe Hundeplätze mit Zwang erlebt, der meines Erachtens unzumutbar ist.
Auch begegne ich oft Eltern, die ihre Kinder panisch hinter sich ziehen, wenn diese einen Hund streicheln wollen - und anders herum sehe ich Eltern, die ihr Kind, ohne dass sie sich vorher erkundigt haben, ob es ok ist auf den Hund zustürmen lassen, um ihn anzufassen.
Ersteres fördert die Angst der Kinder vor Hunden - Zweiteres kann ebenfalls gewaltig schief gehen.
Ich gebe Dir völlig Recht: Das Problem liegt meißt am Vorderen Ende der Leine - ich habe keinen Hund kennen gelernt, der "böse" auf die Welt kam.
Ein Hund benötigt auf jeden Fall Erziehung und absolutes Vertrauen in seinen Halter, so wie Sozialkontakt zu anderen Hunden und Menschen. Dafür ist allein der Halter verantwortlich.
Vorab ist dafür aber auch schon - wie Du angesprochen hast, der Züchter verantwortlich. Jeder Mensch, der sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich gut aussuchen, WOHER der Hund kommt. Ein guter Züchter erlaubt ( wünscht sogar), dass der Interessent sich das Tier vorher mehrmals ansieht und auch sieht, wo der Welpe her kommt, wer seine Elterntiere sind. Ebenso erkundigt sich ein guter Züchter so weit ihm möglich, WOHIN sein Welpe kommt.
Ich hatte vor einiger Zeit einmal Welpen abzugeben. Mich besuchten Leute, die schon die Nase rümpften, als ich von Erstattung der Impf- und Entwurmungskosten sprach. Als mich jedoch die Frau fragte, wann der der Hund in der Lage sei, das Katzenklo aufzusuchen - das wäre wichtig, weil man direkt nach der Anschaffung mit dem Tier in Skiurlaub fahren wolle, wo er viel alleine im Hotelzimmer wäre - habe ich diesen Leuten keinen Welpen abgegeben - nicht für alles Geld auf dieser Welt.
Tierhaltung bedeutet Verantwortung und Verpflichtung.
Wer die Misshandlung eines Tieres erahnt, sollte dem nachgehen und dies melden!
In diesem Sinne: Passt auf Euer Umfeld auf
Viele Grüße: Antje