Von Anfang an ohne Ziehen - LEINENFÜHRIGKEIT


Von Anfang an ohne Ziehen - LEINENFÜHRIGKEIT

Vom kleinen, niedlichen Welpen zum großen, starken Hund - Wenn der Hund an der Leine zieht

Am Anfang denkt man sich: Er ist doch noch so klein, er will doch nur rumtoben. Man macht sich keine Gedanken um die Leinenführigkeit und darum, dass sich der Hund es angewöhnt zu ziehen. Man lässt seinen kleinen Welpen überall hinlaufen und rennt ihm hinterher. Das ist aber nicht gut. Der Hund gewöhnt sich daran und später kommen die Probleme...

Darum ist es wichtig, schon am Anfang darauf zu achten, dass der Welpe nicht zieht.

Und das geht so:

Geht man das erste Mal mit dem kleinen Welpen raus, sollte er schon einige Kommandos wie "sitz, platz, komm und seinen Namen" können. Denn an der Straße sollte der Hund sitzen und warten, bei Passanten sollte er bei einem bleiben.

Dann gibt es meistens drei Arten von Hunden:

(1) Der Ängstliche

Dieser Welpe möchte am liebsten zuhause im Geborgenen bleiben und kuscheln. Wenn es dann rausgeht bleibt er stehen und fiept vielleicht.

(2) Der unerschrockene Schnüffler

Dieser Welpe rennt los und will alles erkunden. Er hat vor nichts Angst und möchte am liebsten die Richtung bestimmen.

(3) Der alte Hase

Dieser Welpe macht den EIndruck, als wäre er jeden Tag hier draußen und läuft ganz normal, ohne Scheu durch die Gegend und geht brav an der Leine.

Jetzt sollte man gucken, welche Art von Hund der eigene Liebling ist.

Ist es Typ (1), wird er wahrscheinlich nicht ziehen. Sie müssen diesen Welpen eher zum Gehen ermuntern. Dazu sollten Sie aber nicht mitleidig reden oder sich hinhocken und den Hund hochnehmen, dann glaubt der Welpe nämlich, mit seiner Angst recht zu haben. Also reden Sie beruhigend auf Ihren Hund ein und gehen Sie voran. Zeigen Sie Ihrem Kleinen, dass alles gut ist und er keine Angst haben brauch. Wenn er einige Schritte gegangen ist, loben und belohnen Sie ihn.

 

Ist es Typ (2), dann sollten sie aufpassen, dass er Sie nicht hinter sich herzieht. Lassen Sie ihn alles beschnuppern aber gehen Sie auch in die Richtung, in die Sie wollen. Wenn der Hund in eine Richtung rennt und zieht, drehen Sie sich um und gehen in die andere Richtung. Läuft der Hund mit Ihnen (was nicht heißt, dass er immer "Bei-Fuß" laufen muss!), dann loben Sie ihn. Er sollte immer etwas auf Sie achten und sie nicht hinter sich herziehen.

 

Ist es Typ (3), werden Sie wahrscheinlich nicht viele Probleme haben. Belohnen sie den Hund für seine Aufmerksamkeit mit Ihrer Aufmerksamkeit und mit Leckerlies.

Wenn der Hund stehen bleibt, um zu schnuppern oder sein Geschäft zu erledigen, bleiben Sie natürlich auch stehen. Aber warten sie nicht zwanzig Minuten lang, nur weil er schnuppern will! Also: Zeigen Sie Ihrem Hund, wolang Sie gehen wollen, wenn er zieht, drehen sie um oder bleiben stehen und lassen ihn "sitz" oder "platz" machen!

Autor: Milli
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von Milli am 27.03.2010, 14:35
 

Kommentare

Ja, ich schließe mich den anderen an. Niemals sollte man den Hund die ganze Zeit "bei Fuß" gehen lassen. "Bei Fuß" sollte der Hund nur gehen, wenn man mit ihm kurz arbeitet.

Ich finde auch, man sollte den Hund bei jedem Spaziergang wo es geht frei laufen lassen.

Hat der Hund keine Angst oder ist er total unausgelastet zieht er normalerweise auch nicht oft.

 

Gute Tips - vielen Dank - es ist richtig, dass Rucken und Reißen an der Leine mehr schadet, als zu nutzen.

Ich sehe leider immer wieder Besitzer, die ihren Hund scharf an der Leine rucken. Dies kann zu ernsthaften Verletzungen am Kehlkopf des Hundes führen!

Auch bei Flexi-Leinen sollte man den ahnungslosen Hund nicht einfach losrennen lassen, bis die Leine durch einen Ruck ihr Ende ankündigt - keline Hunde überschlagen sich sogar manchmal dabei - die Verletzungsgefahr ist erheblich.

Man sollte immer bedenken, dass der Hund seinem natürlichen Trieb folgen möchte und schnuppern möchte - ein Gassi-Gehen nur "beifuß" wäre eine reine Qual - wie Jenny schon schrieb also den freilauf nicht außer acht lassen.

Und beim Ziehen Millis Tips befolgen - Erfolg garantiert!

Bitte nicht vergessen, dass der Hund von Natur aus stets nach vorne will. Ein Rudel geht auch nicht langsam spazieren, sondern läuft wachsam vorwärts und nimmt alles auf was einem Hund so interessiert.

Um ein gutes Zweigespann an der Leine zu werden muss die Leine ein positives Vergnügen für den Hund sein. Mit der Leine zerren, rucken oder schlagen verdirbt sich der Zweibeiner die positive Stimmung. Der Hund soll stets das Gefühl bekommen, dass die Leine ihm Sicherheit gibt und er einfach sorglos mit/neben uns laufen kann trotz Reichweiteneinschränkung.

Den Folgetrieb, den Welpen von Natur aus haben, sollte man für die Leinenführung ausnutzen. Welpen laufen Ihrem Herrchen wie ihrer Mutter stets hinterher, um nicht alleine zu sein und den Anschluss nicht zu verpassen. Aber der Hund sollte trotz Leinenführung und -übung auch täglich in den Genuss vom freien Lauf kommen. Wie oben erwähnt geht ein Hund nicht spazieren, sondern entdeckt mit allen seinen Sinnen die Umgebung und in "Hundezonen /- wiesen" kann sich der Racker auch mit Artgenossen auseinandersetzten und soziale Kontakte pflegen. Die sind für die Entwicklung ebenfalls wichtig.