Ich wünsche niemandem, in die Situation zu gelangen, aber durch einen Unfall oder z.B. einen Stich in den Rachenraum kann es zum Atemstillstand beim Hund kommen.
Hier muss schnell gehandelt werden.
Jeder Tierfreund sollte wissen, wie man ein Tier beatmet.
Um es vorweg zu nehmen:
Stirbt ein Hund, setzt zuerst die Atmung aus, dann erst der Herzschlag.
Sehen wir also einen Hund atmen, funktioniert folglich auch sein Herz.
Fühlen wir nur den Puls, sehen aber keine Atmung, stirbt der Hund - er muss also beatmet werden.
Dies erfolgt über die Mund-zu-Nase-Beatmung:
Den Hund bitte auf die rechte Seitenlage bringen.
Dann die Zunge des Hundes zwischen die Vorderzähne legen, den Hundekopf nach hinten beugen und die Lefzen mit Hilfe der Hände um das Maul schließen ( je nach Größe des Hundes ein oder zwei Hände) - die Zunge befindet sich dabei im Mund des Hundes und darf nicht etwa heraus hängen. (Im günstigsten Fall fängt hierdurch der Hund schon wieder alleine an zu atmen, da der Atemweg frei gelegt wurde) Ansonsten fortfahren:
Ist ein Tempo zur Hand, kann man dieses über die Hundenase legen.
Nun mit dem eigenen Mund die Hundenase umfassen und ca 6x mit kurzen Stößen hinein blasen.
Ein kleiner Hund atmet ca 20x pro Minute, ein Großer ca 10x, daher errechnet sich der Abstand zwischen den Luftstößen daraus.
Beim kleinen Hund also ca alle 3 Sekunden, beim großen Hund etwas längere Abstände.
(Je kleiner der Hund, um so "flacher" die Luftstöße) Bläßt man zu fest, kann es sein, dass man statt der Lunge den Magen des Hundes beatmet!
Bitte darauf achten, dass das Maul des Hundes fest verschlossen ist, damit die Luft nicht aus den Seiten entweicht!
Erfolgreiches Beatmen erkennt man daran, dass sich der Brustkorb des Hundes beim "Einblasen" hebt!
Dies wiederholt man - sollte die Atmung bis dahin nicht wieder einsetzten - so dass der Hund ca 20 Luftstöße pro Minute erhält.
Zwischen den Beatmungen den Hund immer wieder genau beobachten!
Atemt er selbstständig? Welche Farbe hat die Schleimhaut?
Wenn der Hund nach 10 Minuten nicht selbständig atmet, ist der Hund mit an Wahrscheinlich grenzender Sicherheit tot.
Man erkennt dies auch an einer "Blauverfärbung" der Zunge und des Zahnfleisches.
Führt die Beatmung zum Erfolg, wird der Hund selbständig atmen, die Mundschleimhaut färbt sich rosa
Wichtig: Auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Tierarzt hinzuziehen!

