Oxalsäure - weniger ist Besser


Ernährung & Gesundheit

Grundnahrung

Oxalsäure - weniger ist Besser

Im alltäglichen Gebrauch wird Oxalsäure unter Anderem als Bleichmittel und zur Entfernung von Rostflecken verwendet.
In der Imkerei wird sie zur Bekämpfung von Milben genutzt.


Was die wenigsten Menschen wissen:

Oxalsäure kann manchmal auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sein, welche in der Fertigfutterherstellung gerne zum Einfärben der Futterbrocken genutzt werden.
Unbewusst füttert aber auch der Hundebesitzer in der Frischfütterung seinem Hund vermehrt Oxalsäure, ohne zu wissen, daß es nach Aufnahme von größeren Mengen Oxalsäure zu Lähmungserscheinungen kommen kann.
In jedem Fall (auch bei leichten Vergiftungen) kommt es aber zu Nierenschäden durch verstopfte Nierentubuli


Hunde mit Harnsteinerkrankungen bekommen oft eine strikte Diät verordnet, welche beinhaltet, dass der Hund oxalhaltige Lebensmittel unbedingt meiden sollte.

Auch bei folgenden Erkrankungen sollte auf Lebensmittel mit hoher Oxalsäure völlig verzichten:

- Nierenkranke Hunde,
- Ca.Oxalat-Harnstein disponierte Hunde,
- Pankreas-Hunde
- Hunde mit Darmproblemen, jeglicher Art, wie Morbus Crohn

Welpen und tragenden/säugenden Hündinnen sollten generell auf  oxalsäurehaltige Ernährung verzichten, da diese die wichtige Kalziumaufnahme hemmen kann.

Es wird empfohlen hohe oxalathaltigen Lebensmitteln gleichzeitig mit calciumreichen Lebensmitteln,
wie Milchprodukten oder zusätzlich etwas Calcium (wie Carbonat, Citrat, gem. Eierschale)
auszugleichen, da durch die gleichzeitige Calciumaufnahme die Oxalataufnahme verringert werden kann.
Calcium kann die Oxalsäure binden/neutralisieren.

Durch ein kaltes oder auch warmes Wasserbad oder das Blanchieren der oxalhaltigen Lebensmittel lässt sich der Oxalsäuregehalt etwas reduzieren, allerdings reduziert sich somit ebenfalls der Mineralgehalt.


Hunde, welche abwechslungsreiches Frischfutter selbst zubereitet erhalten, dies in artgerechter Mengenaufteilung ( sprich: nicht vorwiegend Obst/Gemüse oder ganz vegetarisch) sind
weniger betroffen.


Hier ein Auszug der oft verfütterten Lebensmittel:


Lebensmittel mit niedrigem Oxalsäuregehalt:

Obst:
Wassermelone, Apfel, Apfelsine, Birne, Kirschen, Pfirsich, Ananas, Banane, Aprikose, Mirabellen, Mandarine, Trauben, Orangen

Gemüse:
gedünstete Erbsen, Blumenkohl, Brokkolie, Rosenkohl, Wirsing, Spargel Fenchel, Schwarzwurzeln;
Kopfsalat, Gurken, Sauerkraut, Tomaten, Porree, Feldsalat, Radieschen

Milch, Milchprodukte

Schwarzer Tee (kann bei Durchfall verdünnt gereicht werden)


Brot:
Roggenbrot, Weißbrot


Fleisch:
Huhn, Rind, Schwein, Lamm

Eier



Lebensmittel mit mittlerem Oxalsäuregehalt:

Obst:
Himbeeren, rote Johannisbeeren, Feigen, rote Stachelbeeren, Kiwi, Brombeeren, Pflaumen, Erdbeeren

Gemüse:
Porree, Karotten, Möhren, gekochte Kartoffel, Sellerie, Bohnen

Brot:
Toastbrot, Brötchen, Weizenmischbrot, Vollkorn-Roggenbrot, Vollkorn-Roggenknächebrot



Lebensmittel mit hohem Oxalsäuregehalt
sollten nicht regelmäß gefüttert werden ( im Rahmen einer Kur jedoch teilweise erlaubt)

Gemüse:
Rote Beete, Petersilie, Rhabarber, Spinat, Mangold

Getreide und Pseudogetreide(Amarant, Quinoa, Buchweizen):
Bulgur, Couscous, Weizenvollkornflocken, Buchweizen, Quinoa, Weizenkleie

Nüsse:
Mandeln

Gemüse:
Rote Beete, Mangold, Rhabarber, Sauerampfer, Spinat

Autor: Keine Angabe
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von Nixi am 09.09.2009, 10:43