Die Entwicklung der Welpen:
Im Alter von ungefähr 5 Wochen beginnen die ersten Zähne von insgesamt 28 Milchzähnen des Welpen zu wachsen.
Der Ober- und Unterkiefer bestehen aus je 6 Schneidezähnen, 2 Fangzähnen und 6 Backenzähnen
Der Welpe wird zum Junghund im Alter von 4-7 Monaten:
Er verliert seine insgesamt 28 Milchzähne nach und nach. Gleichzeitig erfolgt der Durchbruch der meist 42 bleibenden Zähne. Der Welpe kaut nun gerne auf Sachen herum. Man sollte ihm in dieser Phase viel Kauspielzeug und Welpenknochen anbieten, damit er den juckenden Zahndurchbruch so angenehm wie möglich hat und nicht Deine Schuhe und Stuhlbeine annagt.
Bei kleineren Rassen wie z.B. dem Yorkshire kommt es vor, dass die Reißzähne nicht von alleine ausfallen. Es kommt zu einem „Haifischgebiss“ bei dem sich die Zähne hintereinander reihen. Wenn nach 7 Monaten die Milchzähne noch nicht ausgefallen sind, muss sie der Tierarzt ziehen! Sollten die Zähne im 7. Monat bereits stark wackeln, kann man noch 1-2 Monate abwarten, ob sie von alleine ausfallen. Zieht man die Milchzähne nicht, wird es zwanghaft zu Verschiebungen des Gebisses kommen.
Das vollständige fertige Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen:
Oben und Unten jeweils:
6 Schneidezähne, 2 Fangzähne, 12 Backenzähne
Ein Hund durchläuft verschiedene Lebensabschnitte:
"Prägungsspieltage":
Prägungsspieltage –auch Welpenspieltage genannt – können bis zur 16. Lebenswoche anhalten.
Beim Spielen mit den Geschwistern und anderen Hunden entwickelt sich das Sozialverhalten.
Sogenannte „Machtkämpfe“ werden hier schon im Spiel geübt.
In der 3. – 7. – Woche durchlebt der Hund die "Prägungsphase":
Die erste Prägungsphase erlebt der Welpe bei seiner Mutter, die ihm Wärme und Pflege bietet, so für die Ernährung sorgt. Sie säubert ihn und das Nest und „Erzieht“ in gewisser Maßen.
Hier lernt der Hund, welche Berührungen und Kontakte für ihn von Vorteil sind. Deswegen ist es wichtig, dass der Welpe auch viel Kontakt mit Menschen bekommt, damit er sich frühzeitig an die spätere Führung gewöhnen. Ein in der Familie geborener Welpe ist meißt wesentlich weniger scheu, als ein reiner Zwingerwelpe.
Nun, in der 8. – 12. Woche beginnt die"Sozialisierungsphase":
Das Gehirn ist vollständig entwickelt. Der Welpe wird neugieriger und fängt an, seine Umgebung alleine zu erkunden.Er ist noch sehr vorsichtig und misstrauisch und begegnet vielem Ungewohnten sehr ängstlich. Zwischen 8 und 12 Wochen wechselt der Welpe in seine neue Familie über, er muss lernen, sich der neuen Umgebung und den Menschen anzupassen. Meines Erachtens sollten Welpen prinzipiell erst in der 12ten Woche abgegeben werden, hier denke ich, ist die Beste zeit, den Welpen seinem neuen Besitzer zu übergeben. Man sollte aber auch beachten: Je später der Welpe abgegeben wird, um so mehr hat er sich an seine bisherige Umgebung und das Muttertier gewöhnt.
In der 13. - 16. Woche folgt nun die "Rangordnungsphase":
Der Welpe ist nun besonders verspielt und testet seine Rangordnung aus. Er probiert, wie weit er gehen kann, wird eventuell sogar spielerisch knurrend am Hosenbein seines Herrchens ziehen.
Er versucht, bestimmte Grenzen aufzuheben. Er verteidigt knurrend seinen Knochen.
Hier fängt nun Dein Part der Erziehung an: Mit viel Liebe, aber auch Konsequenz muss dem Welpen gezeigt werden, wo seine Grenzen erreicht sind.
Die Erziehung beginnt, Du kannst nun „Sitz, Platz, Hier“ usw. einüben.
Der Hund prägt sich auf seinen Besitzer.
Hier ist die Sozialisierung des Hundes besonders wichtig: Lasse Deinen Hund so oft wie möglich mit anderen Artgenossen spielen, nur so wird er ein „freundlicher“ Hund – da er von klein auf den „Umgang“ mit anderen Hunden gelernt hat.
In der 17-20. Woche kommt die sogenannte "Junghundphase"
Wie ein pupertierender Jugendlicher wirkt der Hund ab und an flapsig und ungehorsam, er spielt noch gerne, versucht aber ab und an schon eine Rangelei mit Artgenossen, um zu testen, wer der „Stärkere“ ist. Hier ist besonders darauf zu achten, die eigen gesetzten regeln einzuhalten, sonst macht der Hund schnell, was er möchte.
Ab dem 8. Monat spricht man vom „erwachsenen Hund“
Eine Hündin wird ca. um den 7ten Monat herum das erste mal läufig!
Wer keinen Nachwuchs züchten möchte, sollte über eine Kastration/Sterilisation nachdenken.
Die Erziehung sollte nun weitestgehend abgeschlossen sein, der Hund sollte die Grundkommandos beherrschen. Das erspart aber nicht das weitere tägliche Üben.

